| Kel Tamaschek | ||||||||||
Orientalische Windhunde der Sahelzone |
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| Wie wir auf den Hund gekommen sind | ||
| Angeregt durch meinen Mann, obwohl eigentlich schon hoch schwanger, hatten wir unseren ersten Kontakt zu Windhunden bei einem Besuch eines Saluki-Zwingers. Bereits hier wurde meine Begeisterung von Windhunden ausgelöst und obwohl völlig unpassend, das heißt nicht unserer eigentlichen Planung entsprechend, wurde ein Saluki namens Raji angeschaft, der dann quasi zusammen mit unserem etwas später geborenen Sohn, aufwuchs. | ![]() |
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Natürlich verspürten wir Interesse uns in der Windhund-Welt etwas näher umzusehen. Die ersten Ausstellungen wurden besucht, bis wir dann in Bermatingen eine Hunderasse zu Gesicht bekam, die uns zwar aus Büchern bekannt war, aber jetzt unmittelbar vor unseren Augen eine ganz andere Anziehung auslöste. Sehr elegant, völlig anders auftretend, fast arrogant und unnahbar schienen uns die ersten Azawakhs. | ![]() |
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Auch eine nähere Beschäftigung mit der Literatur und Informationen die uns zugänglich waren, konnten unsere Gedanken nicht von diesen Tieren ablenken. Ein weiterer Besuch einer Austellung in Stuttgart besiegelte dann endgültig unseren Eingang in die Welt der Azawakhs. Sitzend auf dem Betonboden der Ausstellungshalle saß ein kleines Grüppchen von Leuten neben einer Tafel mit dem Foto eines jüngeren Azawakhs. |
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Offensichtlich waren wir zum Kern der Azawakh-Verschworenen zugestoßen. Dr. Werner Röder lud uns spontan ein ihn in München zu besuchen. Nur kurze Zeit später waren wir auf dem Weg. Wir lernten seine Frau Maike kennen, die uns sehr genau unter die Lupe nahm. Es erschien uns wie eine Prüfung auf die Eignung ein würdiger Azawakh-Besitzer zu sein. Es sollten zwei weitere Treffen folgen bevor wir dann unseren Jamil tatsächlich unser Eigen nennen konnten. |
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Hatten wir uns nicht übernommen ? Unser Sohn natürlich die Nr. 1 und jetzt zwei Hunde sogar unterschiedlicher Rassen zusätzlich 3 Katzen. Um die Antwort gleich zu geben es funktionierte. Sogar unser kleiner Sohn gab uns das Gefühl dass er auf seine Tiere und vor allem auf seine Hunde nicht mehr verzichten möchte. |
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Es gab einiges zu lernen. Dinge mit denen wir uns vertraut gemacht haben, die auf das Wesen eines Salukis zutrafen mussten bei unserem Azawakh auf einmal revidiert und auch neu dazu gelernt werden. Kaum vorstellbar, dass man einen Windhund als sehr Familienbezogen äußerst verschmust und besorgt um seine Familie bezeichnen muss. Gleichzeitig ein schwieriger Partner wenn es um die Sozialisierung außerhalb des häuslichen Bereiches geht. Wir hatten doch gelernt: Nicht richtig domestiziert. Eigentlich war er doch das. Wir sollten einen äußerst facettenreichen Hund kennen lernen den man mit wenigen Worten und mit einer Web Side nicht beschreiben kann. | ![]() |
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Bei weiteren Gesprächen mit Azawakh Liebhabern erfuhren wir, dass gerade unser Züchter sehr bemüht ist. Dr. Werner Röder mit seiner Frau Maike die relativ junge Rasse der Azawakhs obwohl wahrscheinlich seit Tausenden von Jahren der Begleiter der Tuareg-Nomaden auf sichere Beine zu stellen. Es gibt eine Gruppe von Leuten die es tatsächlich geschafft jährliche Expeditionen in die Sahel-Zone zu organisieren und zu unternehmen, um sich mit den natürlichen Gegebenheiten dieser Rasse auseinander zu setzten. Wir waren begeistert von dieser Idee und selbstverständlich sofort dabei. Obwohl schon vorgewarnt, war es uns trotzdem nicht so ganz klar was uns erwarten würde. Eine Strecke von ca. 2000 km durch ein Wüstengebiet war eine wirkliche Herausforderung. Wer sich vorstellt, dass wir uns nur um die Hunde gekümmert hätten fehlt bei weitem. Die Versorgung der dort lebenden Menschen und die Organisation zur Selbsthilfe in diesem lebensfeindlichen Gebiet war und ist der Schlüssel zur Erhaltung einer wenn auch kleiner werdenden Population unseres so geliebten Azawakhs wie wir sehr bald erkennen mussten. Und dass es sich doch irgendwo um die Rasse der Tuareg handelte wurde auch dadurch belegt, dass ein kleiner Azawakh namens Assabor in unserem Gepäck in unsere Heimat kam. Immer wenn unsere Gedanken an die Reise zurück gehen und das passiert häufiger, wird uns bewusst, welch ein Erlebnis da hinter uns liegt aber auch dass einige der gesehenen und auch sonst sensorisch aufgenommenen sowie gefühlten Eindrücke immer noch der inneren Verarbeitung bedürfen. |
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Was fehlte eigentlich noch? Die Zucht von Azawakhs. So kam es, dass ein weibliches Tier names Kela in unsere Familie integriert wurde. Sie sollte aus dem Zwinger kommen, aus dem auch die ersten Azawakhs stammten die unsere Aufmerksamkeit erweckten, Frau Monika Kessler aus der Schweiz. Auch unsere Kela ist mittlerweile Deutscher Schönheits Champion.... |
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Teil 2
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Ein für einen weiblichen Azawakh sehr hochgewachsenes und fast filigran anmutendes Tier. Die Suche nach dem richtigen Partner sollte sich schwierig gestalten, da uns wichtig erschien, dass sich die Merkmale des zukünftigen Deckrüden von ihr unterscheiden. Die Wahl fiel auf Aurak-Injakok (genannt Coki), ein sandfarbener Azawakh, den Monika Kessler selbst aus dem Azawakhtal in Mali importiert hatte. Coki fiel uns besonders durch sein extrem freundliches Wesen auf. Doch wir hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Unsere Kela, nicht ohne Arroganz, gab dem heftigen Werben von Coki einen Korb. Es sollte einfach mit der Zucht nicht klappen. Etwas resigniert tippten wir darauf, dass ein grundsätzliches Problem bei unserer Hündin vorlag. Quasi als Ausgleich für die vergebene „Liebesmüh“wurde Rehani, eine Tochter des verschmähten Afrikaners in unser Rudel aufgenommen. Man muss es fast als Trotz bezeichnen; etwa 1 Jahr später sollten wir die Überraschung erleben. Als wir gerade im Begriff waren einen erneuten Versuch mit unserer Stammhündin zu wagen, öffnete diese die Tür, bei der aus Versehen der Schlüssel nicht umgedreht war, und nutzte einen unbeobachteten Moment um sich ausgerechnet unserem Saluki-Rüden hinzugeben. Kein Zweifel, denn sie wurden überrascht! Was tun? Die Hoffnung, dass nichts passiert war, sollte sich sehr bald zerschlagen. Ein Mischlingswurf in einem Zwinger der eigentlich nur reinrassige Azawakhs hervorbringen sollte, eine Schande ! Aber was waren wir denn eigentlich zuerst, ambitionierte Züchter oder Tierfreunde mit Verantwortungsgefühl? Es sollte eine zusätzliche Überraschung geben. 8 gesunde und quicklebendige Azukis (wie wir sie nannten) erblickten das Licht der Welt. Kela sollte es uns leicht machen. Sie war eine mehr als perfekte Mutter und erfüllte ihre Pflichten mit Bravour. Nur, wohin mit 8 Windhund-Mischlingen? Gab es Interessenten? Ja, es gab sie, so dass wir alle Welpen in gute Hände vergeben konnten. Aber wie sahen unsere Azukis denn aus? Sie waren quasi von einem normalen Azawakh auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden. Am auffälligsten eher noch ihr total aufgeschlossenes Wesen, aber das war sicherlich auch ein Erfolg unserer Kinder, die mit dafür sorgten, dass es den kleinen Azukis an nichts fehlte. Tägliche Spielstunden in unserem Garten mit wechselnden Kindergartenfreunden hatten Ihnen eine besondere Prägung gegeben. Die Verbindung, nach jetzt 2 Jahren, zu allen acht Herrchen bzw. Frauchen ist nicht verloren gegangen . Man trifft sich regelmäßig zu gemeinsamen Spaziergängen und um Erfahrungen auszutauschen. Ein schönes Fazit nach einer angeblich völlig verunglückten Aktion. |
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Allerdings sind einige der neuen Azuki-Besitzer, die danach in der Windhundszene geschnüffelt hatten, etwas unglücklich darüber, dass ihnen der Weg zu Rasseausstellungen und Rennveranstaltungen versperrt bleiben wird. Wir hoffen natürlich auf Ihr Interesse.
Ihre Familie Soisch alias Ihr Zwinger Kel Tamaschek |
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